Statt aber nun in einer gemeinsamen Kraftanstrengung den überteuerten Tanker an die Gegenwart und ihre Marktbedingungen anzupassen, beschränkt sich das Unternehmen darauf, die gesetzliche Zahlungsverpflichtung der KundInnen auszunutzen. Der Belegschaft ist das ja alles offenkundig so egal, dass sie gleich mal eine zusätzliche Gehaltserhöhung fordert. Ein normales Unternehmen, dass so halsstarrig agiert und die KundInnen offen verhöhnt, schlittert schlicht und schnell in den Konkurs - mmh.
Was aber tun mit einer Stiftung öffentlichen Rechts, die, so schätzen Beobachter, das 3fache der eigentlich benötigten MitarbeiterInnen beschäftigt (4500 statt 1500!) und diese viel zu teuer bezahlt? Das Problem ist strukturell und langfristig, die Gehalts- und Pensionsproblematik wird sich die nächsten 10 Jahre wohl eher verschärfen und die Werbeeinnahmen eher weiter sinken. Was auch immer wir an zusätzlichen Geldmitteln in den ORF pumpen, wird von Pensionen, Abfertigungen und Gehaltserhöhungen aufgezehrt werden. Und sogar wenn dann noch Geld übrig bliebe, um intelligente Programmreformen zu entwickeln, schöne Eigenproduktionen, zeitgenössische, unpeinliche oder gar kritische Filme – es säßen immer noch die falschen, weil altgedienten, zynisch gewordenen und mäßig kompetent gebliebenen Menschen an den Schalthebeln der Rundfunkmacht, die dies auch weiterhin zu verhindern wüßten.
Mein Verhandlungsangebot: die Belegschaft verzichtet auf 10% aller Zahlungen (Gehälter, Pensionen,...) - oder, noch besser: auf 15% des Teils, der über dem österreichischen Durchschnittsverdienst liegt. Wenn die Belegschaft darauf nicht einsteigt, gibt es 2 Interpretationen: entweder sie wissen, dass die Lage gar nicht so schlimm ist oder sie ist ihnen egal. In letzterem Fall kann es mir ja wohl auch egal sein: dann melde ich mich bei GIS ab; ein paar Freunde mit ORF-Vertrag gibt’s ja noch, die können mir ja dann hin und wieder eine Millionenshow auf DVD brennen. Mit der miserabel kommunizierten (der Verdacht ist: da gibt’s auch nichts gut zu kommunizieren) Digitalisierung hat der ORF ja bereits 150.000 zahlende Haushalte verloren (das sind übrigens zufälligerweise auch 10% - der Verdacht drängt sich auf, dass die Gebührenerhöhung die SeherInnenflucht kompensieren soll). Noch einmal 150.000 und die Stiftung öffentlichen Rechts ORF geht in die Zahlungsunfähigkeit. Und dann könnten wir was G’scheites anfangen.
2 Kommentare:
und? wars gut? so: frei von der leber weg ins unendliche hinaus zu schimpfen? sehr fein! freut mich und freu mich, über alles was da noch daher kommen wird...
weisst du eigentlich, schurli, dass mir an meinem geburtstag weisse elefanten im barflys begegnet sind? ich bin natürlich nach dieser langen untrockenen nacht nicht mehr ganz sicher, ob ich sie wirklich sah oder nur sehen wollte... aber man erzählt sich landauf landab, dass es sie gibt.
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